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Die schöne Husky-Hündin Shakira, die im neuen Zuhause “Kira” heisst, hat uns etwas ganz Besonderes geschickt: Kira führt Tagebuch ! Sie ist zu einem sehr netten Ehepaar umgezogen und fühlt sich dort mega-husky-wohl !
Kira’s Tagebuch
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Hallo, ich bin Shakira. Ein einjähriges Husky-Malamute-Mädchen. Ich möchte Euch von meinen Erlebnissen in meiner neuen Familie erzählen. Viele Zweibeiner sagen immer, man könnte keinen guten Hunde aus dem Tierheim bekommen, ich möchte Euch das Gegenteil beweisen und deshalb erzähle ich hier meine Erlebnisse bei meinen neuen Hundeeltern Sonja und Wolfgang.
1. Tag Heute Nacht habe ich bei meiner neuen Mama und Papa geschlafen. Ich habe auf den Sachen von Mama geschlafen und ich habe auch nicht geweint. Gestern war ein toller Tag, den da haben mich meine neuen Hundeeltern aus dem Tierheim geholt. Im Tierheim bei Tante Uth und Tante Bolz war es auch schön, aber ich habe mir doch so sehr eine eigene Familie gewünscht!
Mit Papa bin ich um 6.00 Uhr schon spazieren gegangen und als ich heute Morgen wach geworden bin musste ich erst mal nachschauen, ob nicht alles ein Traum ist. Mit Mama und Papa habe ich auch schon im Bett geknuddelt. Hier möchte ich bleiben. Mamas Familie habe ich auch schon kennen gelernt. Onkel Gerd finde ich da besonders nett. Er wird mit mir ganz viel spazieren gehen und er hat immer was zum naschen dabei. Das ist SUPER. Bin gerade mit Papa und Gerd 3 Std. Unterwegs gewesen. Schwimmen war ich auch, im Quendorfer See. Papa war erst ein wenig böse, weil ich weggelaufen bin. Aber ich konnte nicht anders. Es roch überall so anders und gut. Auf Papa habe ich gar nicht gehört, bin einfach an ihm vorbeigelaufen. Aber er hat mich dann doch gekriegt. Wie ein Torwart hat er mich gefangen. Dann habe ich gesehen, dass er am Knie geblutet hat, --- dass wollte ich nicht. Sorry! Heute Nachmittag habe ich einen Leckerbissen in einem Käfig entdeckt, wollte ihn fressen, aber Papa hat mich gestört. Dann hat er mich unterworfen, weil es mir egal war, was er gesagt hat, „das Zwergkaninchen sah so lecker aus" . Erst war ich sauer, dann beleidigt, aber Papa hat mich in den Arm genommen und dann war alles wieder gut. Gleich gehen wir drei noch ne Runde.
Bin mit Mama und Papa an der Vechte spazieren gegangen, ich glaube, ich habe mich ganz gut benommen, nur über Holzbrücken gehen und Boote, da habe ich Angst. Jetzt bin ich aber müde.
2. Tag Heute Morgen habe ich Mama und Papa mit einem Küsschen geweckt. Mittags waren wir dann zum Essen bei Opa, Oma und Onkel Gerd zum Essen gewesen. Meine neuen Großeltern wollten aber nicht, dass ich in Wohnzimmer gehe. Ich glaube die haben etwas Angst vor mir, weil ich so groß bin. Deshalb habe ich mich dann von meiner besten Seite gezeigt. Und dann habe sie mich auch gestreichelt. Heute Nachmittag bin ich dann mit allen Hunden aus der Nachbarschaft spazieren gegangen. Die Hundeeltern waren auch mit. Das war so schön. Ich glaube, ich habe mich verknallt, in Marlo. Er ist ein knackiger Huskyrüde. Erst wollte er gar nichts von mir wissen. Dann haben wir fast eine Stunde rumgebalgt und ich habe ihn richtig alle gemacht. Das hat ihn wohl beeindruckt und er wollte dann gar nicht mehr von mir gehen. Er hat mir ständig Küsschen gegeben. Balto, ein Mischlingsrüde aus Spanien und Randy, ein Zwergrauhaardackel waren auch mit dabei. Wir haben alle sooo toll gespielt und baden sind wir auch noch gewesen. Wir haben dann noch bei Randys Eltern im Garten getobt und unsere Eltern haben Kaffee getrunken. Um 18.00 Uhr sind wir dann nach Hause gegangen. Ich war so müde! Beim Schlafen habe ich dann ganz toll geträumt. Und Papa hat gesagt ich würde im Schlaf nur Pupsen. Der Geruch sagte er, wäre schlimmer als der von Omas Füssen. Jetzt gehe ich gleich mit Papa noch einmal um den See im Park und dann in die Heier. Tschüss bis morgen.
3. Tag Bin heute Morgen schon um 6.00 Uhr wach geworden und habe Papa ganz lieb mit einem Zungenkuss geweckt. Mein Papa wusste nicht, ob er lachen oder sich übergeben sollte. Dann habe ich mich vor sein Bett gelegt und er hat mir den Bauch gekrault, mm, dass war sooo schön. Aber der Lümmel ist immer wieder eingeschlafen. Deshalb habe ich seine Hand in den Mund genommen und sie wieder auf meinen Bauch gelegt. Dann haben Mama und Papa mir erzählt, dass ich in der Nacht ganz doll geträumt habe. Ich hätte meine Beine bewegt, als wenn ich gerannt wäre und hatte dabei richtig laut gebellt und gehechelt. Dass war mir etwas peinlich. Dann sind wir aufgestanden und ich durfte mit Mama und Papa ins Badezimmer. Das ist ein tolles Zimmer, überall kommt Wasser raus. Ich habe dann erst einmal alles ganz genau untersucht. Da war auch ein riesiger Hundenapf an der Wand mit Deckel. Ich wollte daraus etwas trinken, aber Papa hat gesagt, "dass darfst Du nicht Shakira", komisch, warum ist der denn dann da? Nachdem Mama und Papa dann gefrühstückt haben bin ich mit Mama und Onkel Gerd spazieren gegangen. Nachmittags sind wir dann wieder mit meinen neuen Hundefreunden an der Vechte spazieren gewesen und ich habe versucht, bei meinem Papa einen Arm länger zu ziehen, ich fand dass lustig, mein Papa glaube ich nicht. Schwimmen durfte ich auch wieder, dass ist super! Nach unsere Tour trinken unsere Hundeeltern immer noch Kaffee, und wir Hunde haben erst einmal den Rasen von Jutta und Udo umgepflügt, dass macht Spaß. Aber dann war ich wohl etwas zu ungestüm, und dieser schöne Fischteich!!! Ich wollte nur mal antesten. Dann ist es passiert, der Teich war tiefer als ich dachte, bin reingeplumst, und alle haben mich ausgelacht. Aber---, ich hab's ihnen heimgezahlt, ich habe mich einfach vor dem Kuchen trockengeschüttelt. Da haben sie nicht mehr gelacht! Papa und Mama haben dann aber gelächelt und mir mein Fell abgetrocknet. Heute Abend hatten wir noch Besuch, Papas Schwester Maria und ihr Freund Florian waren da, die sind ganz lieb zu mir gewesen. Wir haben geknuddelt und gespielt und Maria hat gesagt, ich wäre ein hübsches, liebes Mädchen, ich glaube ich mag die beiden auch, aber eigentlich mag ich alle Menschen. Na ja, einen mag ich nicht. Wir haben einen Nachbarn, Papa nennt ihn den „Rasenmähermann", wahrscheinlich, weil er 3 mal in der Woche seinen Rasen mäht, den mag ich nicht. Ich weiß nicht warum? Aber ich muss immer knurren, wenn ich ihn sehe. So, ich bin jetzt müde, ich gehe mit Papa noch mal um den See und dann in die Falle, dann träume ich wieder was Schönes. Gutes Nächtle!
4. Tag Moin, moin, so sagt man hier bei uns, den Nordlichtern. Heute Vormittag haben Papa und ich 3 Stunden gespielt. Papa hat das Spiel "Hundeschule" genannt. Den Namen finde ich doof, dass Spiel aber macht riesig Gaudi. Und so läuft es: Wir gehen Spazieren und Papa flüstert mir ein Wort zu, ganz leise, z. B.: "Halt"! Er zieht mich dann ganz vorsichtig mit der Hundeleine zurück. Wenn ich dann stehen bleibe, bekomme ich ein kleines Leckerli. Mache ich mal nicht das, was Papa mir sagt ist dass aber nicht schlimm, ich bekomme dann nur kein Leckerli. Er zeigt es mir dann noch einmal, und beim nächsten Mal klappt es wieder. Und so haben wir heute die Aufgaben "Lauf, Halt, Langsam und Sitz" gespielt. Das war toll, aber ich war anschließend so groggy, dass ich zuhause erst mal Schlafen musste. Hi, ich glaube mein Papa war auch K.O. Hmm, da war noch was, Ach ja! Ich bin heute das erste mal alleine geblieben. Mein Papa musste Einkaufen. Er hat mir deshalb mein Wasser und meine Decke zusammen mit einem Kauknochen in den Flur gelegt. Im Flur ist das gar nicht so schlimm. Ich darf ja auch nach oben und ich kann auch aus dem Fenster schauen und alle sehen, die draußen vorbeilaufen. Nach 1 1/2 Stunden war Papa wieder da und ich habe mich ganz, ganz doll gefreut. Wir haben dann geknuddelt und Papa hat mir ein neues Spielzeug, ein riesiges, buntes Tau mitgebracht. Er sagte ich dürfte so viel darauf rumkauen bis die Felge durchkommt. Ich weiß zwar nicht was ne Felge ist, aber ich glaube, ich habe trotzdem kapiert. So, jetzt muss ich erst mal etwas schlafen.
Habe gerade unser Zwergkaninchen Paul beobachtet, Ach, ich kann mich nicht entscheiden! Soll ich ihn fressen oder knuddeln. Der ist aber auch link, der Bock. Wenn er mich sieht kommt er hoch stellt sich auf seine Hinterbeine und knabbert an seiner Knusperstange. Das macht der extra! Er ist wie Hundefutter in der Dose, ganz nah, aber ohne Dosenöffner kommst du da nicht ran. Und Papa wäre da ja auch noch, der hat mich immer im Blick. Mich würde es nicht wundern, wenn Paule irgendwann mal auf dem Dach seiner Hütte sitzt und mir seinen Popo zeigt und dabei das Lied singt "du kannst mich mal". Junge dann wäre ich aber sauer.
5. Tag Heute Morgen bin ich mit Papa wieder unterwegs gewesen, wir haben wieder Hundeschule gespielt. Alles was wir gestern gelernt haben, haben wir heute auch geübt. Außerdem musste ich mich immer hinsetzen, wenn Fahrradfahrer kamen. Auch bei Kindern musste ich ganz vorsichtig sein. Paps war richtig stolz und hat Mama heute Mittag davon erzählt. Heute Abend wollte er ihr dann zeigen, was ich alles gelernt habe. Ich hatte aber gar keine Lust es ihr zu zeigen, aber ich glaube ich hab's wohl übertrieben und Papa ist jetzt etwas sauer. Ich weiß nicht wieso, aber manchmal habe ich keine Lust auf „Hören". Morgen bin ich dann aber wieder ganz brav.
Oder auch nicht! Mal sehen.
6. Tag Ich habe meine Hundeeltern heute morgen mal etwas mehr Zeit gegeben. Sie durften eine Stunde länger schlafen. Nach einem Spaziergang am Morgen sind Papa und ich in den Garten gegangen. Er wollte im Garten ordentlich aufräumen, damit ich Platz habe zum Rennen und Toben. Den ganzen Tag waren wir draußen und ich habe Papa geholfen. Manchmal wollte er es aber gar nicht. Er hat ein Loch gegraben und etwas hineingesteckt, und ich habe es für ihn wieder ausgegraben. Upps, dass war dann wohl nicht ganz richtig. Ich hab mich dann mehr auf meinen Kauknochen konzentriert und Papa seine Arbeit machen lassen. Ab und zu habe ich ihn dann besucht und ihn ein Küsschen verpasst. Er hat dann mit seiner Arbeit aufgehört und mich gestreichelt oder mit mir gespielt. Dann hat Papa Geräte aus dem Schuppen geholt, die waren mir nicht ganz geheuer. Rasenmäher und Rasentrimmer, man damit muss mir keiner mehr kommen, die sind mir unheimlich. Später ist dann meine Mama von der Arbeit gekommen und meine Eltern sind dann noch eben Einkaufen gegangen. Als sie wieder da waren, wäre ich ja fast durchgedreht. Ein Auto voll mit Sachen. Ich musste erst mal alles durchsuchen. Nachdem wir alles weggeräumt hatten (ich glaube, ich hab wohl mehr gestört, als dass ich geholfen habe), sind wir noch mal um den Block gezogen (gezogen darf man wohl wörtlich nehmen). So, ich werde jetzt noch mal die Reste meines Kauknochens vernichten und dann geht's ab ins Bett, mm - na ja, für mich wohl eher vors Bett.
Bis Moin! (das ist Plattdeutsch und heißt : Bis Morgen)
7. Tag Heute musste ich auch mal zu meinen Hundegroßeltern. Papa meinte, wir müssen uns aneinander gewöhnen, damit nächste Woche Dienstag nicht alles schief läuft. Dann bin ich nämlich das erste mal alleine dort. Wenn Mama und Papa mal gleiche Arbeitszeiten haben, soll ich bei Oma und Opa bleiben. Papa sagt immer: "Shakira hat auch einen Job, sie macht in Altenpflege". Opa guckt dann immer ganz böse und Papa lacht sich schlapp. Mir ist auch ein kleines Malör passiert. Am Hals hatte ich verfilztes Fell, dass man nicht wegschneiden konnte. Ja, denkste. Ich hab’s geschafft. Ein Ruck und es war weg, die Haut darunter aber auch, Mist. Mama hat mich dann aber verarztet und nun ist`s wieder besser.
8. Tag Junge, Junge beinahe hätte ich es heute geschafft. Unser Karnickel musste heute mal ausgemistet werden. Ja wirklich, der dumme Bock ist nämlich nicht stubenrein wie ich!!! Der sinkt! Mama hat ihn deshalb nach Draußen gesetzt in einen großen Käfig. Ich habe so getan als würde mich das nicht jucken, hähä. Und als ich dachte mich beachtet keiner, wollte ich zuschlagen und meine Mission „Fress den Stinker“ erfolgreich beenden. Aber nichts da. Papa hat meine Konzentration auf den Bock ausgenutzt und sich von hinten an mich Rangeschlichen und als ich zuschlagen wollte hat er mich am Halsband erwischt, dass ich Draußen immer tragen muss. Ich habe noch versucht alle mir möglichen Kampf- und Befreiungstechniken die ich aus der Zwingereliteschule kannte anzuwenden, aber Papa war einfach besser. Aber meine Zeit wird kommen...
Heute Abend sind Mama und Papa essen gewesen mit unseren Nachbarn Markus und Ela, ich war ganz alleine und habe diesmal kein Blödsinn gemacht. Das war noch am Morgen anders: Meine Eltern mussten mal wieder einkaufen und ich war solange im Flur. Nun ja, ich hatte etwas Langeweile und wollte was spielen. Und was spielt so ein cleveres Mädchen wie ich in so einer Situation? Genau, Cowboy und Indianer. Überall standen die Cowboys, die Maulwürfe von der Blinden-Ranch und der dumme Esel. Die Maulwürfe waren zu dritt und außerdem aus Ton, dass tut weh an den Zähnen, deshalb habe ich mich an den dummen Esel angeschlichen, bin den Schrankberg langsam und leise hochgeklettert und habe ihn mir gekrallt!!!! Tja, und wie es sich für einen richtigen Indianer gehört, habe ich auch gleich genüsslich skalpiert, Ja, Ja, Ja,!!! Der war aber auch so schön weich und plüschig! Als Mama und Papa dann wieder da waren, habe ich mich tierisch gefreut. Dann sahen sie mein Opfer und ich habe schon gedacht es gibt ne Standpauke, aber nix, die haben den Esel genommen, angeschaut und sich scheckig gelacht. Verstehe einer diese Zweibeiner.
Fortsetzung folgt!
Wir sind sehr gespannt !
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04. November 2006:
Hallo liebes Team vom Tierheim Nümbrecht,
Kira (Shakira), unsere liebe Husky-Dame geht es sehr gut. Im August haben wir zusammen mit ihr einen wunderschönen Urlaub in Dänemark auf der Insel Fünen gemacht. Aus ihr ist jetzt eine wunderschöne Dame geworden. Sie liebt wirklich jeden und alle, egal ob Hunde, Menschen, Kinder und Kleinkinder, nur Katzen, die mag sie nicht!!! Kira vermisst jetzt nur noch Eins in ihrem Leben bei uns, - - - einen Kameraden!!! Sie kann zwar oft mit den Hunden aus der Nachbarschaft spielen, aber wir merken an ihrem Verhalten, dass sie einen Kumpel braucht, der immer für sie da ist. Wir beschäftigen uns den ganzen Tag mit Kira, aber ein Mensch kann nun mal nicht einen zweiten Hund ersetzen. Wir haben uns in den letzten Wochen sehr viele Gedanken zu einem Zweithund gemacht, haben Bekannte und Arbeitskollegen gefragt, die auch mehrere Hunde haben, und haben festgestellt, dass Alle , ohne Ausnahme uns zu einem Zweithund geraten haben. Dann haben wir uns Gedanken dazu gemacht, was für uns in Frage kommen würde und, was am wichtigsten ist, was zu Kira passen würde!!! Sie verträgt sich am besten mit Rüden, er sollte etwas kleiner sein und noch recht jung sein, Auch längere Spaziergänge und laufen am Rad sollte kein Problem sein. Deshalb haben wir in der letzten Zeit regelmäßig auf Ihrer Homepage nach einem geeigneten Kandidaten Ausschau gehalten, und wir glauben, wir haben ihn nun bei Ihnen gefunden. Bobby, der Jack-Russel-Mix wäre unserer Meinung ein geeigneter Zweithund. Wir haben seine Geschichte gelesen und es hat uns fast das Herz zerrissen. Was müssen das für Menschen sein, die einem jungen Hund so etwas an tun. Deshalb würden wir gerne in nächster Zeit einmal mit Kira zu Besuch kommen und Bobby kennen lernen und wir hoffen, dass die Chemie zwischen Kira und Bobby stimmt. Wir würden auf alle Weihnachtsgeschenke verzichten, wenn wir Bobby ein neues schönes Zuhause schenken könnten.
Und am 18. November 2006 ist es soweit: Kira kommt mit ihren Menschen zu uns ins Tierheim, um Bobby kennenzulernen. Wir sind sicher, dass die beiden sich supergut verstehen werden (denn wer könnte dieser bildschönen Hundedame widerstehen, Bobby ganz bestimmt nicht). Wir freuen uns schon mit ihm.
Alles Liebe und ein schönes Wochenende wünschen,
Sonja, Kira, Paule (das Familien-Kaninchen) und Wolfgang
Und nun die Fortsetzung von Kira’s Tagebuch:
Hallo meine Freunde, in Teil 2 meines Tagebuchs möchte ich beschreiben, was ich alles mit meiner neuen Familie erlebe.
Viel Spaß beim Lesen,
Eure Kira
26.04.06
Hallo Leute! Papa ist gerade von der Arbeit gekommen und ich habe mich riesig gefreut. Dann hat er mir etwas zu essen gemacht, jam-jam, lecker. Aber was war das, da war was Weißes, Ovales in meinem Napf. Papa nennt das Ding Ei. Keine Ahnung, ob ich so etwas schon mal gesehen habe. Es richt aber sehr lecker. Nun, die alles entscheidende Frage, wie isst man das Ding? Es rutscht einem immer aus dem Maul, wenn man drauf beißt. Papa hat es mir dann klein gemacht. Und gucke da, da ist ja noch etwas drin, was noch leckerer ist, joo! Geil. Ich habe fast alles gegessen und den Rest vom Ei habe ich im Garten vergraben. Hab einfach mit der Nase ein Loch gemacht, Ei rein, und wieder mit der Nase zugeschoben. Prima, jetzt habe ich einen kleinen Snack für Mama oder für mich. Papa hat alles gesehen und gelacht. Er meinte, ich wäre ein kleines Trüffelschwein und hat ein Foto von meiner schwarzen Nase gemacht. ---Moment mal, da ist ein Vogel in meinem Garten, der muss eben verjagt werden! - - - . So bin wieder da.
Dann haben Papa und ich im Garten Ball gespielt und Papa hat mich gefragt, was ich später mal werden möchte, Trüffelsucher oder Maurer? Wieso Maurer? Oh Mist, er hat wohl die Stelle im Flur gefunden, wo ich die Tapete und den darunter liegenden Putz abgerissen habe. So, ich habe mich ganz schnell hingelegt und so getan als würde ich schlafen, dann kommt bestimmt auch nichts von meiner Abrissaktion.
Oh, super, Papa hat mir gerade gesagt, dass wir gleich noch mit Freunden in den Bentheimer Wald gehen, jojojo, --- mach hinne Papa, ich kann nicht warten! Mama muss nicht unbedingt mit. Loooss, ich will in den Wald, da gibt es Rehe beim Waldbauern im Gatter.
Oh, ich habe es mal wieder übertrieben. Mein Temperament ist mit mir durchgegangen. Habe Papa und Mama in die Hände gezwickt, bin über Sofa und Sessel gesprungen und habe Papa angeknurrt. Das war ein Fehler! Papa hat dann auch geknurrt und mir für Minuten steil in die Augen geschaut. Da war ich nicht mehr so mutig. Ich habe seine Rangfolge dann akzeptiert. Papa hat mich dann einfach übersehen, wollte nix mehr mit mir zu tun haben. Das hat mich getroffen. Außerdem hat er gesagt ich wäre manchmal eine Ziege. Jetzt bin ich wieder lieb. Papa hat mich auch schon wieder geknuddelt. Eins muss man Papa lassen, er ist nicht lange böse! So, jetzt schlafe ich erst mal etwas.
27.04.06
Hallo Tagebuch, habe heute mein neues Hundekörbchen bekommen. - - - -Wahnsinn, mein eigenes Bett! Jetzt brauche nicht mehr heimlich ins Bett meiner Eltern zu gehen. Bin ganz jeck mit dem Ding. Mein Körbchen muss auch überall mit hin. Ins Wohnzimmer, ins Schlafzimmer und Draußen. Mama und Papa müssen es immer für mich tragen. Sie sagen, ich würde sonst versuchen es quer durch die Tür zu ziehen. Hihi, liege schon wieder drin, muss noch mal ein Testschläfchen halten. Krrrrrrr- Krrrrrrr-Krrrrrrrrrr.
29.04.06
Heute Vormittag war ich mit meinem Papa im Vorgarten. Wir haben dort Unkraut gezupft und den Boden durchgehakt. Ich habe meinen Papa dabei nach bestem Wissen und Gewissen versucht zu unterstützen. Nach kurzer Zeit habe ich allerdings gemerkt, dass das keinen Sinn hat, da ich noch nicht unterscheiden kann, was Unkraut ist und was Blumen sind oder werden sollen. Also habe ich mich ins Beet gelegt und habe Papa bei der Arbeit zugesehen. Nach einiger Zeit kamen Jutta und Udo (Hundeeltern von Marlo und Balto) in ihrem Geländewagen vorbei und haben meinen Papa gefragt, ob ich jetzt Gärtnerin werden möchte, aber ich weiß noch nicht genau was ich später einmal machen möchte. Dann fing es an zu regnen und wir sind zum Spielen ins Haus gegangen.
Nachmittags sind dann noch Maria und Florian zu Besuch gekommen und haben mir Spielzeug mitgebracht. Einen weiß-braunen Hamster, den man an einer Schnur aufziehen kann und der dann brummt und läuft. Papa hat dann gesagt, dass der Hamster nichts für mich ist, da ich ja alle Plüschtiere sofort zerlege. Also hat er den Hamster auf den Tisch gelegt und ist mit Florian und Maria nach draußen gegangen. Diese Gelegenheit konnte ich nicht ungenutzt lassen und habe mir den Plüsch-Hamster ganz heimlich vom Tisch geholt. Dann bin ich in mein Körbchen gegangen und habe einen Belastungstest an meinem Opfer durchgeführt, der mit dem Tod des Objekts geendet hat. Ich habe den Plüsch-Hamster von vorne nach hinten und von rechts nach links durchgekaut und ich muss sagen er schmeckt überhaupt nicht! Dann kamen alle wieder ins Haus und haben das Spielzeug vermisst. In der Ecke haben sie ihn dann gefunden und genau untersucht und Papa meinte dann lachend „Du machst auch keine halben Sachen Kira".
Heute Abend hat mein Papa noch einmal meinen Hals untersucht. Ich hatte mir dort doch ein Stück Fell raus gerissen, und er hat gesagt es wäre sehr gut verheilt. Man könnte gar nicht mehr sehen, dass da was gewesen ist, wären nicht alle Haare weg, toll ne!
30.04.06
„Der Monsterhöhle"
Bin heute Morgen schon wieder sehr früh wach geworden und habe Mama wach gemacht. Mama ist dann aufgestanden und wollte mit mir nach draußen gehen, damit ich mal „Pipi" machen kann. Sie ging schon mal nach unten und wollte mich rauslassen, aber ich bin einfach wieder in mein Bett gegangen und habe weiter geschlafen. Ätsch Mama, angeschmiert!!!
Nach einer Stunde sind wir aber doch aufgestanden und mein Papa ist dann mit mir eine Runde gegangen. Dann haben meine Eltern gefrühstückt und Papa musste anschließend die Wohnung aufräumen.
Wenn mein Papa aufräumt, muss er immer in den Hauswirtschaftsraum, ich nenne ihn nur „Die Monsterhöhle". Dort leben unheimliche Haustiere!!! Ich habe immer angst, wenn sie raus gelassen werden. Sie sind laut, gefräßig und sehen schrecklich aus und meine Eltern müssen immer lange mit ihnen kämpfen. Vor allem der „Drache" mit dem langen Hals. Meine Eltern nennen ihn „Staubsauger", aber für mich ist er ein „blauer Drache". Er schleicht sich immer von hinten an und frisst alles, was auf dem Boden ist, auch meinen Dreck, den ich gelegentlich aus dem Garten mitbringe. Mama und Papa versuchen ihn immer zu erwürgen und halten ihm den Hals zu, aber sie können nicht viel ausrichten. Erst nach einer halben Stunde haben sie ihn soweit im Griff, dass sie ihn wieder in seiner Höhle einsperren können. Bo, dann bin ich immer ganz froh und glücklich, dass ich so mutige und starke Hundeeltern habe.
01.05.06
Heute war ein so schöner Tag, wir haben lange geschlafen und um 10.00 Uhr ist Onkel Gerd vorbeigekommen. Wir sind dann alle ganz lange spazieren gegangen und ich habe viele neue Dinge gesehen, einen Traktor, Pferde und Kühe. Die Kühe fand ich besonders interessant, ich konnte mich gar nicht davon trennen und die rochen auch noch so toll. Ich wollte unbedingt hin zu diesen seltsamen Tieren, aber Mama meinte das ist zu gefährlich, schade. Und wir haben ganz, ganz viele Menschen getroffen und Hunde. Eine Oma meinte sogar ich wäre ein Wolf, man die hat aber keine Ahnung, ich bin doch ein Schlittenhund. Und baden war ich auch wieder. Papa hat dieses Mal eine ganz lange Leine mitgenommen, die war so lang, die geht bestimmt einmal um die ganze Welt. Er hat sie an meinem Geschirr festgemacht und ich konnte ganz weit raus schwimmen, dass hat vielleicht Spaß gemacht. Ich habe mich dann an ein paar Enten heran geschwommen, um sie genauer zu untersuchen, eventuell einen Belastungstest zu unterziehen, wie beim Hamster, aber Papa hat mich dann nicht weiter raus schwimmen lassen, schade.
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Dann sind wir weiter gelaufen und mittags zuhause angekommen. Papa hat dann den Grill angemacht und Fleisch darauf gegrillt. Ich habe so etwas noch nie gesehen und musste alles genaustens untersuchen. Zu nah durfte ich aber nicht an den Grill ran. Mama und Papa haben immer aufgepasst. Einmal habe ich es aber doch geschafft, bin ganz leise von der Seite ran und habe vorsichtig geschnuppert, man das war aber heiß an der Nase, dass ist mir zu gefährlich. Nach dem Essen sind wir dann noch mal ganz lange spazieren gegangen.
Als wir dann wieder zuhause waren, war ich so müde!!! Der Tag war toll, aber auch sehr anstrengend, und dass beste, wir waren alle den ganzen Tag zusammen, fein.
03.05.06
Liebes Tagebuch, heute habe ich was Tolles bekommen!!! Mein Papa hat ein Planschbecken aufgebaut und mit Wasser gefüllt. Das war richtig toll. Mit dem Wasserschlauch hat er es befüllt und ich habe immer versucht den Wasserstrahl zu fangen, was mir aber nie gelungen ist. Als das Becken dann voll war, habe ich drin gebadet. Ich habe so wild darin rumgeplanscht, dass mein Papa das Becken zweimal nachfüllen musste. Und so haben wir den ganzen Garten unter Wasser gesetzt. Als ich dann keine Lust mehr hatte, hat Papa das Planschbecken umgekippt und ich habe richtig schön in der entstandenen Pfütze rumgesaut, fein das macht Spaß.
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Dann ist Mama von der Arbeit gekommen und wir haben ganz lange Draußen auf unserer Terrasse gesessen und gespielt. Und dann habe ich was ganz seltsames gesehen. Hinter der Glastür unseres Wohnzimmers hat ein großer Hund gestanden, der war genau so groß wie ich. Da musste ich dann erst einmal hin und ihn begrüßen. Auch er kam auf mich zu. Wir beschnupperten uns dann, aber ich konnte ihn gar nicht riechen, und er hat immer die gleichen Bewegungen wie ich gemacht, dass war mir nicht ganz geheuer. Deshalb habe ich ihn angeknurrt und gebellt. Das war dem Besucher aber anscheinend scheißegal, denn er gab mir keine Antwort. Ich hatte dann die Nase voll und wollte ihn vertreiben den Trottel, dazu bin ich ins Wohnzimmer gegangen, der Besucher war dann aber ganz schnell verschwunden, komisch! Spukt es etwa bei uns im Haus? Meine Hundeeltern haben es auch gesehen, aber sie haben nur gelächelt und immer gesagt: „Ist schon gut Kira, ist nicht so schlimm!". Seltsame Dinge gehen in diesem Haus vor sich.
09.05.06
Hallo liebes Tagebuch,
Heute bin ich das 1. mal mit Papa in der Hundeschule "AnFe" gewesen, naja, eigendlich ist es wohl eher ein Hundekindergarten. Meine Eltern meinen, ich müsste etwas Nachhilfe in Sachen Benehmen haben. Ich kann mich manchmal nicht zurückhalten vor Freude, wenn ich andere Hunde und Menschen sehe. Außerdem soll ich lernen auch ohne Leine zu gehen.
Aber, wieder zur Hundeschule, da bin ich in der Gruppe "Rotzlöffel". Zuerst durften wir Hunde eine halbe Stunde spielen und raufen, dass war supi. Weitere sechs oder sieben Hunde waren noch da, alle möglichen Rassen und Nichtrassen, oh, da ging die "Lutzi" ab. Und Planschbecken hatten die auch da. Da musste ich erst mal rein, und alle anderen Hunde sind mir gefolgt, zum Leidwesen ihrer Herrchen, upps! Dann ging der Unterricht los. Als erstes sollte ich Papa suchen, der sich versteckt hatte. Und, natürlich habe ich ihn gefunden. Dann mussten wir durch einen langen Tunnel gehen. Erst hatte ich etwas Angst, aber dann hat es doch geklappt. Und eine Holzbrücke musste ich überqueren, da hatte ich aber keinen Bock drauf. Zum Schluß haben wir dann wieder alle gespielt. Mit einem Hund habe ich gleich Freundschaft geschlossen, ein Kampfhund, obwohl der war ganz lieb, ich weiß gar nicht, was die Alle gegen diese Hunde haben, dass sind ganz dufte Kumpels wenn man ihnen keinen Scheiß beibringt. Der Kollege hat nur ein Problem: Der sabbert, dass es einem die Beine verklebt! Den ganzen Kopf hatte ich voll mit Speichelmasse. Hö, habe mich dann geschüttelt und ein anderer hat die Pracht abbekommen. Nächste Wochen geht der Hundekindergarten dann richtig los, uuuund, ich hoffe, Ich bekomme dann auch eine SCHULTÜTE, jajaja.
Tschüss Euro Kira!
(Und so ist es ausgegangen mit der Hundeschule)
Oktober 2006 Kira hat die Hundeschule mit Erfolg beendet, hat die Begleithundeprüfung und den Wesenstest mit Bravour abgeschlossen. Das hätte keiner vorher auch nur zu hoffen gewagt. Die Trainer in der Hundeschule meinten im Vorfeld wir könnten schon zufrieden sein, wenn Kira auf "Sitz" hören würde.
Kira ist bei allen sehr beliebt, vor allem bei Kindern hat sie ein "Stein im Brett". So hat sie sogar schon einige Kinder mit Angst vor Hunden therapiert. Wir haben jetzt seit 25 Jahren nordische Hunderassen, aber nur Kira hat sich bis jetzt vor einem einjährigen Kleinkind unterworfen. Das kleine Mädchen kam angekrabbelt und Kira hat sich sofort auf den Rücken gelegt. Dann haben beide lange, lange richtig gekuschelt.)
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