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Viele Tiere leiden und zeigen dies auf verschiedene Arten. Es gibt auch Tiere, die haben so viel Leid erfahren, dass sie sich nicht einmal mehr wagen, ihr Leid und ihre Schmerzen zu zeigen. So wie die kleine Carry.
Nach längerer Zeit gelang es uns endlich, sie aus den Händen ihrer Peiniger zu befreien. Ihr Leidensweg zieht sich schon sehr lange hin.
Den Blick zur Wand gerichtet, keine Regung zeigend liegt sie auf ihrer Decke. Laufen kann sie nicht. Offene Wunden an den Hinterbeinen, eine schwerst extrem schmerzhaft enzündete Kralle, eine Entzündung des Magens etc. Man stellte an beiden Beinchen Kreuzbandrisse in den Kniegelenken fest. Seit ca. neun Monaten ist Carry nicht in der Lage, richtig zu gehen. Ein Bein musste geschient werden, nicht wegen der Verletzungen, sondern zum Schutz vor ihren Besitzern. Die Kreuz- bandrisse müssten eigentlich operiert werden, da aber beide Beine betroffen sind, ist dies nicht möglich. Die Heilung muss daher mit Medikamenten und ganz viel Ruhe unterstützt werden. Ein sehr langsamer Prozess.
Einmal wöchentlich wird Carry dem Tierarzt vorgestellt. Die Untersuchungen sind sehr schwierig, da sie sich “tot stellt”, sobald sie untersucht wird. Sie bekommt schmerz- und entzündungshemmende Mittel und etwas für den Magen.
Langsam schliessen sich die offenen Wunden und vorsichtige Schritte sind möglich. Eine Geschwulst unter dem Kinn muss noch genau untersucht werden. Die Behandlungen können nur mit äusserst viel Gefühl und nach und nach durchgeführt werden, da die Seele der kleinen Carry noch viel schlimmer zerschunden ist als ihr Körper.
Carry ist 2003 geboren. Sie befindet sich vorläufig auf einer Pflegestelle (und dieser danken wir ganz herzlich für die aufopfernde Pflege).
Vielleicht findet sich ja ein netter Pate, dem Carry’s Schicksal ans Herz geht und der bereit ist, uns zu helfen, ihr die notwendigen Behandlungen und Therapien zu ermöglichen. (Und diese netten Paten hatten wir gefunden)
Okt. 2006:
Pflegemama macht jetzt regelmässig nach ärztlicher Anweisung physiotherapeutische Übungen mit Carry, um ihren Bewegungsapparat zu unterstützen.
Mitte Nov. 2006:
Carry hat eine schlimme Bronchitis mit Husten und Schnupfen. Das macht ihr natürlich sehr zu schaffen. Sie bekommt Antibiotika und erholt sich langsam wieder.
Dezember 2006 bis Juli 2007:
Carry’s Zustand ändert sich immer wieder. Mal geht es ihr besser, dann wieder schlechter. Das Problem mit ihren ständige offenen Ballen an allen vier Läufen haben wir nach einer intensiven Untersuchung und daran anschliessender Behandlung einigermassen in den Griff bekommen. Aber Carry’s Gesundheit ist nach wie vor sehr angegriffen, weil ihr Immunsystem nicht richtig funktioniert. Hinzu kam dann noch eine Gebärmutterentzündung, die eine Kastration unumgänglich machte. Kaum stand dafür der Termin fest, wurde Carry scheinträchtig. Das hiess, dass der Termin verschoben werden musste. Aber inzwischen ist auch die Kastration gemacht worden, und Carry hat alles ganz gut überstanden.
September 2007: Carry's Pflegefrauchen, unsere allerliebste Freundin Rosa, ist ganz plötzlich und vollkommen unerwartet verstorben. Carry bleibt nun bei ihrem Pflegeherrchen Frank, der sich soviel Mühe gibt, sie so gut zu pflegen wie bis dahin Rosa.
Über die Jahre 2008 bis Juni 2009 gibt es nicht viel Neues zu berichten. Wie immer geht es ihr mal besser, mal schlechter. Sie muss nach wie vor regelmässig zum Tierarzt, wird mit Medikamenten gegen ihre Schmerzen behandelt, mal geht sie mit spazieren, dann wieder liegt sie lieber in ihrem Körbchen. Sie fühlt sich wohl in ihrer Dauerpflegestelle, hat dort ihre Freundin Shy und ist zufrieden.
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